Noppen- oder Rippenstruktur? ... Worin liegt der Unterschied?
Noppen- und Rippenstrukturen sind in vielen öffentlichen Räumen, an Verkehrsanlagen und Gebäuden zu finden. Diese Strukturen sollen sehbehinderten und blinden Menschen eine selbständige und sichere Orientierung ermöglichen, indem sie gewährleisten, dass Hindernisse und Richtungswechsel frühzeitig erkannt werden.
Begriffsdefinition
(Auszug aus dem Atlas barrierefrei bauen)
Bodenindikatoren mit Noppenstruktur
Als Bodenindikator mit Noppenstruktur nach DIN 32984:2023-04, Abs. 3.6 und 4.2.2, wird eine gleichmäßig angeordnete, runde, d.h. noppenartige Erhabenheit der Oberflächenstruktur einer Fläche bezeichnet. Bodenindikatoren mit Noppenstruktur werden vorrangig zur Informationsvermittlung für Bereiche verwendet, die eine besondere Aufmerksamkeit erfordern oder in denen vor Gefahr gwarnt werden soll.
Anwendungsbereiche sind u.a.
- vor Niveauwechseln (z.B. Trepoen und Rampen)
- vor Hindernissen
- zur Bereichsabgrenzung von Flächen, die nicht zum Gehen geeignet sind
Bodenindikatoren mit Rippenstruktur
Als Bodenindikator mit Rippenstruktur nach DIN 32985´4:2023-04, Abs. 3.6 und 4.2.1, wird eine rippenförmige, längs gerichtete und parallel zueinander verlaufende Oberflächengestaltung bezeichnet, wobei die Rippen einen trapezähnlichen Querschnitt mit abgerundeten Rippenkanten aufweisen. Bodenindikatoren mit Rippenstruktur für den Außenbereich werden vorrangig zur Informationsvermittlung verwendet, welche der Orientierung und Leitung dient.
Anwendungsbereiche sind u.a. Hinweise
- zur Gehrichtung
- zum Wegeverlauf
- auf wichtige Ziele innerhalb des Leitsystems
- auf Anfang und/oder Ende eines Leitsystems
TIPP
Praktische Erläuterungen und Planungstipps sowie Ausführungsbeispiele zur Gestaltung von Leit- und Orientierungssystemen im öffentlichen Raum sowie innerhalb von Gebäuden liefert der „ Atlas barrierefrei bauen “ – gedruckt, online oder als App.
