Ankündigung für einen Expertenvortrag zum Thema altersgerechtes und barrierefreies Wohnen mit einem Portrait des Referenten Dipl.-Ing. Markus Donhauser von der Bayerischen Architektenkammer.
Quelle: RM Rudolf Müller Medien

Fachtagung 2026-08-25T07:02:14.428Z Altersgerecht vs. barrierefrei Wohnen

11. Fachtagung bfb barrierefrei bauen

Wie sollte demografiefester Wohnungsbau gestaltet sein?

Deutschland wird älter – und es fehlt an Wohnraum, der zu dieser Entwicklung passt. Aktuelle Studien zum Wohnungsmarkt zeigen: Insbesondere kleinere, altersgerechte Wohnungen sind knapp, während viele ältere Ein- und Zweipersonenhaushalte in großen, nicht barrierefreien Bestandswohnungen verbleiben. Der demografische Wandel verschärft damit den Bedarf an barrierearmen Wohnangeboten zusätzlich. Doch deckt sich das, was heute unter „barrierefrei" verstanden und normiert wird, tatsächlich mit den Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft?

Anforderungen nicht deckungsgleich

Barrierefrei ist nicht gleich altersgerecht – auch wenn es zahlreiche Überschneidungen gibt. Die Themen Alter und Behinderung weisen viele Parallelen auf, doch aktuell ist es vor allem der demografische Wandel, der als stärkerer Treiber wirkt. Mit DIN 18040-2 „Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen" hat sich ein Regelwerk etabliert, dessen B-Standard (barrierefrei) in nahezu allen Bundesländern in unterschiedlichen Abstufungen bauaufsichtlich eingeführt ist. Doch passt dieser Standard zu den tatsächlichen Wohnbedürfnissen älterer Menschen?

Markus Donhauser geht dieser Frage nach und zeigt, worauf es bei einem bedarfsgerechten, demografiefesten und gleichzeitig wirtschaftlichem Wohnungsbau ankommt:

  • Barrierefrei vs. altersgerecht: Wo sich die Konzepte decken – und wo altersspezifische Bedürfnisse eigene Antworten erfordern.
  • Chancen und Grenzen der DIN 18040-2: Was B- und R-Standard leisten können, wo die Norm an ihre Grenzen stößt und wie der Blick auf Schutzziele und spezielle Nutzergruppen Spielräume bietet und ein Umdenken erfordert.
  • Vorausschauend planen: Konkrete Planungsempfehlungen und Best-Practice-Beispiele für einen Wohnungsbau, der auf eine alternde Gesellschaft vorbereitet ist.

Der Vortrag liefert eine kritische Einordnung des bestehenden Regelwerks und blickt dabei auch auf die aktuelle Novellierung der DIN 18040. Zugleich liefert er praxisnahe Impulse für Architektinnen, Wohnungsbaugesellschaften, Politik und Verwaltung und zeigt, wie barrierefrei gestalteter Wohnraum ein selbstbestimmtes Leben unterstützen kann – über die reine Normerfüllung hinaus.

Mehr dazu auf der 11. Fachtagung bfb barrierefrei bauen am 15. Oktober 2026 »

Ihr Referent | Dipl.-Ing. (FH)  Markus Donhauser ist Architekt und Gesellschafter im Büro  dopo Architekten  in Regensburg/Freiburg. Er arbeitet als freier Berater bei der Landesfachstelle Barrierefreiheit an der Bayerischen Architektenkammer und ist Mitglied im DIN-Normenausschuss NA 005-01-11 AA Barrierefreies Bauen (DIN 18040 und DIN EN 17210) sowie Mitautor beim „ Atlas barrierefrei bauen “.

zuletzt editiert am 28. August 2026
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