Wie unvollständige oder falsche Ausgangsüberlegungen sowie missverstandene Anforderungen und Schutzziele zu Planungsfehlern führen.
Die größten Probleme entstehen meist dann, wenn die Barrierefreiheit zu spät im Planungsprozess berücksichtigt wird. Dann muss teuer umgeplant oder nachgerüstet werden, meist zulasten der Kosten, Optik und barrierefreien Nutzbarkeit. Aber auch falsche oder unvollständige Grundannahmen sowie missverstandene Anforderungen und Schutzziele können in die Irre und in der Folge zu wenig brauchbaren oder sogar überflüssigen, gebauten Lösungen führen.
Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht.

Michael Müller sensibilisiert anhand von Fallbeispielen für typische Missverständnisse bei der Planung und baulichen Umsetzung von Barrierefreiheit. Er zeigt, welche Grundüberlegungen z.B. im Hinblick auf Nutzergruppen, Abläufe oder Mobilitätsketten usw. wichtig sind und welche Fragen, insbesondere bei Nachrüstungen im Bestand, wesentlich und gemeinsam zu beantworten sind. Der Vortrag richtet sich an alle, die Gebäude planen, bauen oder genehmigen und hilft, die geltenden Barrierefrei-Anforderungen von Beginn zu berücksichtigen und bedarfsgerecht und sinnvoll umzusetzen.
Mehr dazu auf der 9. Fachtagung bfb barrierefrei bauen am 1. Oktober 2024 »
Ihr Referent | Dipl.-Ing. Michael Müller ist Bauingenieur, arbeitet beim CBF (Club Behinderter und ihrer Freunde in Darmstadt e.V) und ist über den CBF auch Behindertenbeauftragter der Stadt Darmstadt für barrierefreies Bauen und Mobilität. Als Sachverständiger für barrierefreies Planen und Bauen (HTWG) ist er regelmäßig mit Anfragen und Streitfällen zur baulichen Barrierefreiheit konfrontiert. Darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule Darmstadt, Mitautor des „Atlas barrierefrei bauen“ und wirkt mit an der Erarbeitung der VDI-Richtlinienreihe 6008 „Barrierefreie Lebensräume“ .