Anforderungen, Planungsempfehlungen und Lösungen für sichere, barrierefreie Treppen je nach Lage, Funktion und Nutzung
Treppen gelten per se nicht als barrierefreie Erschließung – dazu sind stufenlose Lösungen gefragt, z.B. mit Hilfe von Rampen oder Aufzügen. Dennoch gibt es Vorgaben für die Barrierefreiheit von Treppen, um deren selbstständige und sichere Nutzung für möglichst viele Menschen zu ermöglichen. Und dass nicht nur im Regelfall, sondern auch, um im Fall einer Evakuierung eine sichere Selbstrettung zu gewährleisten.
Was ist gefordert?
Zu den Anforderungen gehören neben geometrischen Vorgaben für die Gestaltung der Treppenläufe, Stufen und Handläufe, auch Ausstattungselemente wie Sicherheitsmarkierungen, taktile Orientierungshilfen, Bodenindikatoren, Handlaufbeschriftungen und vieles mehr. Diese Anforderungen sind jedoch nicht für alle Treppen gleich, sondern unterscheiden sich je nach Lage oder Funktion einer Treppe, z. B. als Haupterschließung, notwendige Treppe oder außenliegende Rettungstreppe. Auch Gebäudeart und -nutzung haben Einfluss auf die geforderte Barrierefreiheit. Und nicht jedes barrierefreie Ausstattungsdetail ist für jede Treppe gleichermaßen nötig und sinnvoll.
Welche Ausstattung für welche Treppe?

Vorgaben für barrierefreie Treppen finden sich in einer Vielzahl von Regelwerken, z.B. DIN 18040, DIN 32984, der zentralen Treppennorm DIN 18065, den Landesbauordnungen und dazugehörigen Sonderbauverordnungen sowie der Arbeitsstättenverordnung. Sie alle müssen beachtet und miteinander in Einklang gebracht werden.
Stephanie Dietel liefert einen Überblick der verschiedenen Treppenarten und bündelt die geltenden Anforderungen. Sie zeigt, welche Lösungsvarianten für den jeweiligen Einzelfall bedarfsgerecht und sinnvoll sind, und weist dabei auch auf mögliche Erleichterungen sowie typische Fehler und Missverständnisse hin. Konkrete Planungsempfehlungen helfen bei der sicheren, bedarfsgerechten Planung von Treppen je nach Funktion, Lage und Gebäudenutzung und helfen überflüssige oder ggf. sogar kontraproduktive Lösungen zu vermeiden.
Mehr dazu auf der 9. Fachtagung bfb barrierefrei bauen am 1. Oktober »
Ihre Referentin | Dipl.-Ing. (FH) Stephanie Dietel ist Architektin und DIN-Geprüfte Fachplanerin sowie Sachverständige für barrierefreies Bauen. Sie engagiert sich im VDI-Fachausschuss Barrierefreiheit, hat die
Symbol-Bibliothek „Piktogramme zur Barrierefreiheit“
entwickelt und war maßgeblich beteiligt am
AHO-Heft 40
„Planung der Barrierefreiheit“. Darüber hinaus ist sie Autorin des
Fachbuches „Barrierefrei-Konzept“
und sowie Mitautorin beim
„Atlas barrierefrei bauen“
.
www.dietel-barrierefrei-bauen.de