Diese Rampe wurde geschickt in eine Treppenanlage integriert.
Das Kunstmuseum Basel gehört zu den renommiertesten internationalen Kunstmuseen. Der monumentale Hauptbau wurde 1936 eingeweiht, nach Plänen von Rudolf Christ und Paul Bonatz, und zählt zu den bedeutendsten Beispielen dieser Baugattung aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Neben dem Haupteingang befindet sich das etwas erhöht liegende Museumsbistro, zugänglich über eine breite Treppenanlage mit vier Stufen und vorgelagertem Podest. Um den Höhenunterschied auch barrierefrei überwinden zu können, wurde quer zur Treppenanlage eine sich nach oben verjüngende Rampe geschaffen, deren rechter Rand diagonal mit den Stufen verschneidet. Dabei entstehen sogenannte Schleppstufen oder auslaufende Stufen.
Geschickt platzierter Handlauf
Solche auslaufenden Stufen sind in der Praxis umstritten, da sie leicht übersehen werden und aufgrund der abnehmenden Steigung Stolpergefahren bergen. Hier entschärft ein Handlauf die Situation. Er ist so platziert, dass er genau dort verläuft, wo Stufen und Rampen miteinander verschneiden. Stolpergefahren sollten damit gebannt sein.
Aufgrund der reduzierten Gestaltung wirken Treppe und Rampe wie ein gemeinsames Bauteil und die – vermutlich nachgerüstete – Barrierefreiheit fügt sich sehr harmonisch ein. Aus denkmalpflegerischer Sicht eine gute Lösung! Auch wenn sich sicherlich über Radabweiser, Stufenmarkierungen oder Handlaufquerschnitte diskutieren ließe ...
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