Die Shibuya Kreuzung in Tokio ist eine der belebtesten Fußgängerüberwege der Welt. Hunderttausende Menschen queren hier täglich in alle Richtungen. Und mittendrin: ein System, das seit Jahrzehnten weltweit Vorbildcharakter hat.
Im Vordergrund des Bildes sind die charakteristischen gelben Leitstreifen zu erkennen. Die taktilen Bodenindikatoren, in Japan „Tenji Burokku“ genannt. Erfunden wurden Bodenleitsysteme 1965 von dem japanischen Ingenieur Seiichi Miyake – er entwickelte sie ursprünglich für einen blinden Freund.
Ab 1967 wurden sie erstmals in Okayama verlegt, und heute gehören sie in Japan zum festen Bestandteil nahezu jedes öffentlichen Raums.
In der Folge haben sich Bodenleitsysteme weltweit verbreitet und sind zu einem festen Bestandteil im öffentlichen Raum geworden. Sie ermöglichen blinden und sehbehinderten Menschen mehr Unabhängigkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum.
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