Ein Diagramm zeigt die Zustimmung zu barrierefreien Rettungswegen und Evakuierungsmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen.
These: Neben der barrierefreien Zugänglichkeit im Regelfall sollte es auch Anforderungen an barrierefreie Rettungswege und Evakuierungsmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen geben. (Quelle: bfb-Trendstudie 2025)

Statistiken 2025-12-09T16:12:06.539Z Notwendig oder verzichtbar – Braucht es mehr barrierefreie Rettungswege?

bfb-Trendstudie 2025

Wer rein kommt, kommt auch raus?

Menschen mit (motorischen) Einschränkungen sind im Notfall besonders gefährdet, da die üblichen Fluchtwege für sie oft nicht nutzbar sind. Während der barrierefreie Zugang von Gebäuden immer selbstverständlicher wird, sind barrierefrei gestaltete Rettungswege noch Mangelware. Bislang gibt es kaum konkrete Anforderungen an einen barrierefreien Brandschutz – und entsprechend selten sind Evakuierungskonzepte, die Menschen mit Einschränkungen ausdrücklich berücksichtigen. Wenn überhaupt, wird meist auf organisatorische Lösungen gesetzt, deren Wirksamkeit von vielen bezweifelt wird.

bfb hat im Rahmen der bfb-Trendstudie 2025 u.a. diese These abgefragt:
Neben der barrierefreien Zugänglichkeit im Regelfall sollte es auch Anforderungen an barrierefreie Rettungswege und Evakuierungsmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen geben.
Das Ergebnis ist eindeutig und steht der derzeitigen Praxis entgegen.

Ein Laptop zeigt die bfb-Trendstudie 2025 über barrierefreies Bauen.
Quelle: RM Rudolf Müller Medien mit Canva

Potenziale, Chancen und Stolpersteine beim barrierefreien, demografiefesten Bauen

Die bfb-Trendstudie 2025 zeigt, wie Barrierefreiheit trotz Wandel, Kosten- und Fachkräftedruck zukunftsfähig und wirtschaftlich in nachhaltiges Bauen integriert werden kann.

Hohe Zustimmung trifft auf fehlende Vorgaben und wenig Praxiserfahrungen

Die große Mehrheit der Befragten (85 %) bejaht die Notwendigkeit, neben der barrierefreien Zugänglichkeit auch barrierefreie Rettungswege und Evakuierungsmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen bereitzustellen. 47% stimmen der These voll und ganz zu, 38 % stimmen zu.

Nur jeder Zehnte lehnt eine Forderung nach barrierefreien Rettungswegen und entsprechenden Evakuierungsmöglichkeiten ab. Mit 26 % am höchsten ist die Ablehnung der Befragten aus dem Bereich „Bauen und Betreiben“. Dahinter stehen vermutlich Bedenken hinsichtlich möglicher Kosten für bauliche Lösungen bzw. hohe Personalaufwände bei organisatorischen Evakuierungskonzepten.

Das 6. bfb-Symposium „Brandschutz & Barrierefreiheit“ diskutiert Herausforderungen und Konzepte für barrierefreien Brandschutz. Fachleute aus Architektur, Brandschutz und Fachplanung zeigen Lösungsansätze, Beispiele und Herangehensweisen auf und helfen so, gemeinsam mit allen Beteiligten, bedarfsgerechte und sinnvolle Lösungen zu finden. Mehr dazu beim 6. bfb-Symposium „Brandschutz & Barrierefreiheit“ am 26. Februar 2026 »»

zuletzt editiert am 15. Dezember 2025